Sabine's Welt der Bienen

  

Die Bienenweide

Sehr oft werde ich von Garten- und Balkonbesitzern gefragt, welche Pflanzen denn nun geeignete Trachtpflanzen für die Bienen und deren Verwandte sind. 


Zunächst sei gesagt: Wer einen Garten besitzt mit vielfältigen Blumen und Sträuchern und vielleicht auch noch eine Blumenwiese und keinen englischen Rasen, der kann nicht viel falsch machen, für die lieben Bienchen ist sicher etwas dabei. Vielfalt ist hier das Zauberwort!


Hier habe ich eine winzig kleine Auswahl zusammengestellt, die vor allem in meinem Garten und um meine Bienenstände herum angesammelt ist. Die Auswahl wird nach und nach ergänzt.

im Frühling


Obstbäume, Dirndl und Salweide


In meinem Garten beginnt die Salweide bereits Ende Februar zu blühen und ist damit die erste Bienenweide. Auf meinem Bienenstand, der sich in der freien Landschaft befindet, dauert es zwei bis drei Wochen länger.


Mitte Februar habe ich in der Imkerschule in Wien an einem schönen warmen Nachmittag den Dirndlstrauch erlebt, wie er von Bienen regelrecht bevölkert wurde. 


Und Ende März beginnen die ersten Obstbäume zu blühen, allen voran die Kirschen und die Pfirsiche. Natürlich ist auch hier alles vom Standort abhängig.




Löwenzahn 

Die bekannteste aller Wiesenblumen beginnt Ende März auf unseren Wiesen zu sprießen. 

Der Löwenzahn gehört zu der Familie der Korbblüter und ist auf der gesamten Nordhalbkugel verbreitet. Allerdings nicht durch die Biene, sondern vom Menschen.

Für ein Kilo Löwenzahnhonig muss laut Wikipedia ein Bienenvölkchen über 100.000 Blüten besuchen. Ganz schöne Leistung, oder?



Purpurrote Taubnessel

Überall im Marchfeld begegne ich auf naturbelassenen Wiesen oder entlang Feldrändern der purpurroten Taubnessel und jedesmal ist sie begleitet von einer Menge Insekten, die darauf ihren ersten Nektar suchen, wie zum Beispiel die Hummel links am Bild. 


Auch vor meinen Bienenständen ist alles in einem lila Teppich gehüllt und das Pflänzchen gehört zu den ersten, die meine Bienen im sonst so kargen Marchfeld anfliegen.


Auch für Menschen ist die Pflanze wertvoll. Früher hat man einen Tee aus ihren Blüten bei Husten getrunken.


im Sommer

Die Sonnenblume

Wer schon mal im Sommer durch ein Sonnenblumenfeld gewandert ist, wird feststellen, dass es darin vor Insekten nur so wimmelt. Die hübsche Göttin der Inkas kam mit den spanischen Seefahrern nach Europa und bereicherte hier den Speisezettel der Vögel, Insekten und natürlich der Menschen. 

Und Sonnenblumencremehonig ist übrigens auch etwas sehr feines.



Der Sonnenhut 

Kaum hatte ich dieses hübsche Pflänzchen in den Garten gesetzt, wimmelte es darauf nur so von Bienen. 

Sonnenhüte sind eine Pracht für jeden Ziergarten. Die mehrjährigen Stauden kommen in verschiedenen Farben vor und sind sehr pflegeleicht. Im zeitigen Frühjahr entfernt man die alten Stängel, dann treiben sie von selber wieder aus zur Freude der Bienen und des Gärtners.



Borretsch


Dieses hübsche Pflänzchen hat gleich mehrere positive Eigenschaften. Erstens dient es den lieben Bienchen und Hummeln als Nahrung und zweitens ist es auch eine wichtige Gewürz- und Heilpflanze.

Die Blätter und Blüten können als Salat genossen werden.


Die blauen Blüten haben leuchtende Strichsaftmale, die jedoch nur von den Bienen gesehen werden können, für uns Menschen sind sie unsichtbar.


im Herbst


Die Herbstaster

Bis spät in den Herbst hinein überraschte mich diese Staude mit Blüten. Abgesehen davon, dass sie eine Augenweide für den Ziergarten ist, bietet sie den Bienen eine der letzten Nahrungsquellen.


Herbstastern gibt es in allen möglichen Farben und sind sehr pflegeleicht. Sie treiben jedes Jahr aufs neue aus.



 

Fetthenne

Dieses hübsche Blümchen blühte in meinem Garten bis in den November hinein und diente zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle. Ähnlich viele Insekten auf einer Blüte habe ich sonst nur auf der Sonnenblume gesehen.

Die Fetthenne sollte in keinen Garten fehlen. Sie ist auch sehr einfach zu vermehren. Einfach ein Pflänzchen mit Blüte weiter unten am Stängel abbrechen und ins Wasser stellen. In zwei bis drei Wochen haben sich Wurzeln gebildet und man kann sie wieder in Erde einsetzen.

im Winter

Was machen nun unsere Bienchen im Winter? Sie halten weder Winterschlaf noch Winterruhe; auch während der kalten Jahreszeit sind sie emsig am arbeiten.

Im September werden bei der sogenannten Drohnenschlacht alle Männchen aus dem Bau geschmissen, da sie als unnötige Esser das Überleben des Volkes gefährden würden. Sobald es kalt wird, sammeln sie sich um die Königin herum und bilden eine Traube, um sie zu beschützen, denn nur die Königin kann das weitere Bestehen des Volkes garantieren.

Emsig schlagen sie dabei mit den Flügeln, um die Temperatur zu halten. Die Kraft dazu holen sie aus ihren Honigvorräten. Damit die Bienen außen an der Traube nicht erfrieren, findet immer wieder ein Wechsel statt. Die äußeren Bienchen klettern hinein und von innen folgt die nächste Arbeitsschicht. Bis der Frühling wieder ins Land zieht.

 

 

 

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